Motorradtour


Kaffeepause am Nufenenpass Ende Juli (natürlich nach Schützenfest) war es wieder mal soweit. Der alten Tradition folgend machten wir uns auf, eine Woche mit unseren Motorrädern die Berge zu erobern. Dieses Jahr sollte es zum größten Teil die Schweiz sein, die wir erkunden wollten. Der Abschluss der Tour im letzten Jahr hatte uns davon überzeugt, die Schweiz einmal genauer zu befahren. Und das taten wir nun auf unserer Alpentour 99. Zu Beginn stand da noch die im letzten Jahr aufgetaucht Materialfrage von Volker (rechts im Bild). Die Antwort kam prompt: Volker hat aufgerüstet. Seine rote Honda VFR ist ein echter Sporttourer mit viel Kraft. Aber auch Bernd (links im Bild) hat mit seiner Kawasaki ZZR 1100 genügend Drehmoment um die Berge nicht fürchten zu müssen. Ebenso meine Yamaha XJ 900 ist für Passstraßen bestens geeignet. So ausgestattet machten wir uns mit etwas Verspätung auf den Weg, der ja bekanntlich schon das Ziel ist. Die erste Nacht wollten wir in bekannter Umgebung verbringen und so hatten wir wieder bei Hubert im Feichtnerhof im Kaunertal reserviert. Verspätung und Regen ab Würzburg zwangen uns zu einer Änderung unserer Route. Wir nahmen den direkten Weg und erreichten den Feichtnerhof noch rechtzeitig zum Abendessen. Am ersten Tag, das Wetter hatte sich gebessert, fuhren wir die Timmelsjochstrecke zum eingewöhnen und waren Abends wieder bei Hubert. Der zweite Tag führte uns über das Stilfserjoch (der Königin der Pässe), dann weiter über Bormio und Livigno. In einem schönen und gemütlichen Bikerhotel (die gibt es mittlerweile reichlich) beendeten wir diese Tour. Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Italien (Malojapass), zurück in die Schweiz (Splügenpass), über den San Bernardino, nach Bellinzona, über den Lukmanierpass (Bild) nach Sedrun. Eine phantastische Strecke mit vielen wechselnden Landschaften und Strecken. Das Hotel in Sedrun kannten wir schon aus dem letzten Jahr und so wussten wir, dass uns ein toller Abend mit gutem Essen erwartete. Dieses Hotel sollte zwei Nächte unser Quartier sein. Die nächste Tour führte uns kreuz und quer über den St. Gottard. Erst ging's die Südrampe runter, dann wieder rauf. Es folgten Furka-, Grimsel- und Sustenpass. Da der Tag noch jung war, hängten wir einen Abstecher nach Biasca an. Und wieder die Südrampe: Was für eine Gegend, was für Pässe. Am sechsten Tag schlugen wir schon wieder die Richtung nach Norden ein. Heimreise. Die Pässe wurden sanfter und waren nicht mehr ganz so hoch. Aber dennoch sehr reizvoll. Am Vierwaldstättersee spürten wir dann, wie teuer die Schweiz sein kann. Das Hotel direkt am See war nicht schlecht, aber zu teuer und bot unserem verwöhntem Gaumen nicht die passenden Speisen. Wir verbrachten den Abend in einer urgemütlichen Gaststätte in Vitznau. Der Tag der Heimreise war gekommen. Vom Vierwaldstättersee fuhren wir auf teils einsamen Landstraßen nach Basel. Auch diese Strecke hat Spaß gemacht. Der Rest wurde von uns dann über die Autobahn abgespult. Wieder zu hause waren wir uns alle drei einig: "Eine wirklich rundum gelungene Tour. Die beste die wir je gemacht haben." Abeber war das nicht jede Tour? Wir freuen uns jedenfalls aufs nächste Jahr und die nächste Tour.